Mein Bildungspass
Eine regionale Entwicklungs- und Präventionsstruktur
für Kinder von 0 bis 14 Jahren
Der Bildungspass verbindet Eltern, Gemeinden, Bildungseinrichtungen, Betriebe, Vereine und Wissenschaft mit einem Ziel: Kinder früh und kontinuierlich zu stärken, damit Schule, Beruf und Leben bestmöglich gelingen.
Um Probleme zu verhindern, noch bevor sie entstehen.
Das Problem, das wir lösen
Lebens-und Arbeitsfähigkeit entwickelt sich über Jahre
Viele Herausforderungen zeigen sich erst später – in Kindergarten und Schule, beim Übergang in den Beruf oder im Erwachsenenleben. Ihre Grundlagen entstehen jedoch Jahre zuvor.
Motorik, Sprache, Wahrnehmung, Denken, soziale Fähigkeiten, Lernfreude, Selbstständigkeit, Verlässlichkeit, Gesundheit und praktische Erfahrungen entwickeln sich Schritt für Schritt – von Anfang an.
Deshalb setzt der Bildungspass nicht bei den Folgen an, sondern möglichst früh bei ihren Ursachen.
Unser Ansatz
Früh stärken statt später reagieren
Primärprävention stärkt die Voraussetzungen für eine gesunde Entwicklung – bevor Probleme entstehen oder Unterstützung notwendig wird.
Der Bildungspass setzt deshalb bereits in der Schwangerschaft an – bei den Voraussetzungen, die Kinder für den Erfolg in Schule, Ausbildung, Beruf und Leben brauchen.
Nicht erst eingreifen, wenn Schwierigkeiten sichtbar werden – sondern Entwicklung von Anfang an ermöglichen.
Der Bildungspass – Werkzeug und neue Struktur der Primärprävention
Entwicklung wird zur gemeinsamen regionalen Aufgabe
Überlastete Einrichtungen und Systeme lassen sich nicht allein durch immer neue Maßnahmen entlasten. Nachhaltige Veränderung muss dort beginnen, wo Menschen leben, lernen und arbeiten – in Familien, Gemeinden und Betrieben.
Eltern tragen die Hauptverantwortung für die Entwicklung ihrer Kinder. Der Bildungspass verbindet sie mit Gemeinden, Bildungseinrichtungen, Betrieben, Vereinen und engagierten Menschen.
Dabei entstehen Entwicklungsräume außerhalb von Kindergarten und Schule – aber vorbereitend, begleitend und ergänzend zu ihnen.
Aus den vielen Möglichkeiten einer Region wird so eine dauerhaft wirksame Entwicklungsstruktur.
„Zukunft passiert nicht. Sie wird gemacht. Von jeder und jedem Einzelnen von uns. Ob wir wollen oder nicht.“
Georg Kopp, Entwickler von Präventionsprogrammen zur Stärkung von Bildung, Gesundheit, Wirtschaft und Gesellschaft
So funktioniert der Bildungspass
Ein Entwicklungsweg von 0 bis 14 Jahren
Der Bildungspass begleitet Kinder und Familien über drei aufeinander aufbauende Entwicklungsphasen:
0–6 Jahre · Erfahrungsräume
Kinder entdecken ihre Umwelt und sammeln grundlegende Erfahrungen.
6–10 Jahre · Lernräume
Kinder probieren aus, verstehen Zusammenhänge und erweitern ihr Wissen und Können.
10–14 Jahre · Praxisräume
Jugendliche lernen reale Lebens- und Arbeitswelten kennen, entdecken Interessen und entwickeln Orientierung.
Eltern werden über den gesamten Weg begleitet – mit Wissen, Impulsen und konkreten Möglichkeiten, die Entwicklung ihrer Kinder im Alltag bestmöglich zu unterstützen.
Was der Bildungspass bewirkt
Höhere Ausbildungs- und Lebensfähigkeit der Heranwachsenden
Wenn Kinder wichtige Grundlagen früh entwickeln, profitieren sie und ihre Familien ebenso wie Kindergarten und Schule, Betriebe, Vereine, Gemeinden und letztlich die gesamte Gesellschaft.
Der Bildungspass setzt dort an, wo die Grundlagen späterer Bildungs-, Arbeitsmarkt-, Gesundheits- und Sozialentwicklungen entstehen.
Was früh gelingt, muss später nicht aufwendig nachgeholt, ausgeglichen oder repariert werden.
Für Wirtschaft, Industrie und Landwirtschaft besonders relevant
Fachkräfteentwicklung beginnt lange vor dem Berufseinstieg!
Was Betriebe bei Jugendlichen voraussetzen, muss Jahre zuvor entstehen: Selbstständigkeit, Verlässlichkeit, Lernfreude, Gesundheit, Teamfähigkeit, Kreativität, Lösungskompetenz und praktische Erfahrungen.
Deshalb bindet der Bildungspass Betriebe frühzeitig als reale Erfahrungs-, Lern- und Praxisräume ein. Kinder und Jugendliche entdecken, probieren aus, erleben, wie Dinge wirklich funktionieren, entwickeln Fähigkeiten und finden heraus, was sie begeistert und zu ihnen passt.
Regionale Verantwortung wird so zur langfristigen Investition in die Fachkräfte von morgen.
Worauf der Bildungspass aufbaut
Wissenschaftlich-pädagogischer Hintergrund
Entwicklung gelingt dort am besten, wo Kinder selbst erleben, ausprobieren und Verantwortung übernehmen.
Der Bildungspass orientiert sich an Erkenntnissen aus Entwicklungs- und Hirnforschung, Pädagogik und Prävention. Im Mittelpunkt steht die Frage, was Kinder für ihre bestmögliche Entwicklung brauchen – und wie Gemeinden und Regionen die dafür notwendigen Voraussetzungen schaffen können.
So werden wissenschaftliche Erkenntnisse in den Alltag von Kindern und Familien transferiert – mit den Möglichkeiten einer ganzen Region.
Partner für Entwicklung und Weiterentwicklung
Beurteilung durch das Bildungsministerium
„Die Initiative wird […] als top aktuell, innovativ […] und zukunftsweisend beurteilt.“
MinR. Dr. Christian Smoliner, Leiter der Abteilung V/4, Innovationsstiftung für Bildung, Bildungsministerium
Stimmen zum BILDUNGSPASS
„Wissenschaft und Wirtschaft, Theorie und Praxis, Elternbildung und frühkindliche Förderung – die Initiative Bildungspass vereint all diese Ansätze auf überraschende und innovative Weise.“
Dr. Jakob Calice
Vorstand Innovationsstiftung für Bildung
„Gezielte Förderungen können gar nicht früh genug beginnen – davon profitieren nicht nur das einzelne Kind und dessen Eltern, sondern die Allgemeinbevölkerung; die Möglichkeit der Teilnahme sollten möglichst viele moderne Gemeinden nützen.“
Univ.-Prof. Dr. med. Gabriele Fischer
Mitglied des Obersten Sanitätsrates der Republik Österreich
Leiterin der Drogenambulanz, Suchtforschung und Suchttherapie an der MedUni Wien
„Das perfekte Instrument zur Unterstützung der Eltern und Kinder – für eine zukunftsfähige Gesamtentwicklung.“
Prof. Ernst Smole
International tätiger Musiker, Unternehmer, Lehrer und Berater mehrerer Unterrichtsminister, Leiter Internationales Forum für Kunst, Bildung und Wissenschaft Nikolaus Harnoncourt Forum
„Kinder bewegen sich heute weniger denn je. Wir wissen aber, dass Bewegung und Sport von klein an die geistige und motorische Entwicklung bestimmt und Grundstein für ein gesundes Leben ist. Ich begrüße daher die Initiative, um dem Bewegungsmangel, besonders bei Kindern, entgegenzuwirken.“
Mag. Gerd Bischofter
Geschäftsführer Sport Austria – Österreichische Bundes-Sportorganisation
Aus der Vision wurde Realität
Eine Entwicklungsstruktur von 0-14 – von der Region getragen
In der Tiroler Modellregion St. Johann/Oberndorf/PillerseeTal wird der Bildungspass seit 2023 umgesetzt – getragen von sechs Gemeinden, dem Tourismusverband Kitzbüheler Alpen St. Johann und weiteren regionalen Partnern.
Das Modell ist auf andere Gemeinden und Regionen übertragbar.